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Heilpflanze des Monats: Februar

Schwarzkümmel

SchwarzkümmelSeinen weiteren Namen Brotwurz verdankt der Schwarzkümmel der Verwendung als Gewürz beim Brotbacken. Neben Kümmel, Koriander, Fenchel und Kreuzkümmel wird der fein gemahlene Samen gern in deftigen Roggenbroten verbacken. Sichtbar sind die ganzen schwarzen Körner auf dem türkischen Fladenbrot: Zwei bis drei Millimeter große keilförmige Samen, die beim Draufbeißen stark aromatisch nach Anis, Kampfer und Muskat schmecken, süßlich und gleichzeitig ein bisschen scharf und bitter sind.

Die Samen entstammen Nigella sativa, einer krautigen, kniehohen Pflanze, die im Herbst abstirbt und sich im Frühjahr aus dem Samen neu entwickelt. Schwarzkümmel gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Er ist also mit der Ranunkel verwandt, die im Frühjahr die Blumensträuße und Beete so herrlich schmückt. Beim genauen Hinschauen erkennt man diese Verwandtschaft, jedoch zeigt sich die Blüte des Schwarzkümmels eher bescheiden und weiß. Sie verblüht zu einer Kapsel, ähnlich der Mohnkapsel, die den schwarzen Samen enthält.

Diese Samen wurden als wertvolles Gut bereits der Grabkammer des Tutenchamun beigelegt und sind sowohl in der alten griechischen Medizin als auch in Altem und Neuem Testament verzeichnet. Über die Kräuterbücher des Mittelalters lässt sich der medizinische Einsatz des Schwarzkümmelöls bis in die aktuellen deutschen Arzneibücher verfolgen.

Gut bei Allergien, Heuschnupfen, Neurodermitis und Rheuma

Der Samen besteht aus etwa einem Drittel fettem Öl, das sich zum größten Teil aus den ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Ölsäure zusammensetzt. Geruch und Geschmack verursachen die ätherischen Öle, mit den wichtigen Komponenten Thymochinon und Nigellon. Ihnen schreibt man entzündungshemmende Wirkungen bei Erkrankungen wie Neurodermitis, Allergien, rheumatischen Erkrankungen und asthmatischen Bronchialerkrankungen zu.

Erfahrungen zufolge sorgen die im Schwarzkümmelöl enthaltenen Substanzen dafür, dass die bei Heuschnupfen auftretenden Überreaktionen auf ein angemessenes Maß zurückgefahren werden. Schwarzkümmelöl hilft auf natürliche Weise, das aus dem Gleichgewicht geratene Immunsystem wieder zu harmonisieren. Zur Linderung der Heuschnupfensymptome empfiehlt sich eine kurmäßige Anwendung von drei bis sechs Monaten.

Dr. Susanne Poth

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