ArthroseEntlastung für die GelenkeGewicht und Ernährung anpassen, viel Trinken und angemessene Bewegung, so lauten die Ratschläge wenn die Gelenke hin und wieder zu schaffen machen. Verschiedene Vitalstoffe können außerdem die Gelenkigkeit fördern. Fünf Maßnahmen für mehr Beweglichkeit bei Gelenkbeschwerden. 
- Abnehmen – runter mit den Pfunden!
- Gezielt essen: Eine Fastenkur erleichtert den Einstieg
- Entzündungen hemmen durch Omega-3-Fettsäuren
- Mit Pflanzenkost für eine basische Ernährung sorgen
- Bewegung und Sport bei Arthrose
1. Abnehmen – runter mit den Pfunden! Übergewicht belastet verschlissene Gelenke. Um die Kilos zu reduzieren, ist etwas Geduld vonnöten. Denn der Kampf gegen die überflüssigen Pfunde lässt sich nicht von heute auf morgen gewinnen. Er sollte immer mit einer Umstellung des Lebensstils mit angemessener Bewegung (siehe Punkt 5) und gesunder Ernährung einhergehen. Für eine Beurteilung des Körpergewichtes wird häufig der Body Mass Index (BMI) eingesetzt. Er lässt sich mit der Formel Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße im Quadrat errechnen.
Beispiel: Der BMI-Wert für eine 1,70 m große Frau mit 75 kg Körpergewicht beträgt: 75 geteilt durch 2,89 (1,70 x 1,70) ist gleich 25,95. Die Universität Hohenheim spricht von einem optimalen BMI-Bereich, wenn der Wert - bei 45–54-Jährigen zwischen 22 und 27,
- bei 55–64-Jährigen im Bereich 23–28 und
- bei Menschen über 64 Jahren zwischen 24 und 29 liegt.
2. Gezielt essen: Eine Fastenkur erleichtert den Einstieg. Wer sich mit dem Gedanken an eine Fastenkur anfreunden kann, sollte sich eine solche Kur unter fachgerechter Anleitung gönnen. Sie hat sich nicht nur als Einstieg in ein leichteres Leben bewährt. Der Nahrungsverzicht beziehungsweise die Verlegung auf frische Früchte und Gemüse während des Basenfastens hält Entzündungsförderer fern. Sie entstehen vor allem aus der Fettsäure Arachidonsäure, die aus Fleisch, Wurst und fetten Milchprodukten stammt. Und noch ein Vorteil hat die Nahrungskarenz: Die Aufbauphase nach dem Fastenbrechen kann genutzt werden, um eventuell vorhandene Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten aufzuspüren. Immer häufiger stehen individuell unverträgliche Lebensmittel in Verdacht, ebenfalls Gelenkbeschwerden zu verstärken. 3. Entzündungen hemmen durch Omega-3-Säuren 
Andere Fettsäuren sind direkte Gegenspieler der ungünstigen Arachidonsäure. Mit Hilfe der Eicosa-pentaensäure (EPA) aus Fischen wird der Entzündungsverlauf gebremst: EPA ver drängt die Arachidonsäure aus den Zellen, es können keine Entzündungsbotenstoffe mehr gebildet werden. Eine hohe Zufuhr an Fischölfettsäuren lässt sich am besten, schon allein wegen der Kalorien, mit Fischölkapseln erreichen. Die Neuseeländische Grünlippmuschel ist darüber hinaus eine Quelle für die sogenannten GAGs (Glykosaminglykane). Diese dienen als Gerüst-Substanzen in Bindegewebe, Sehnen sowie Knorpel und geben der Gelenkschmiere die nötige Zähflüssigkeit. In bestimmten Muschelextrakten enthaltene Wirkkomplexe hemmen zudem ein Enzym, das für die Bildung der entzündungsfördernden Botenstoffe zuständig ist. Wer seine Gelenke lieber rein pflanzlich unterstützen möchte, kann dies mit Glucosamin pflanzlichen Ursprungs und einem Curcumin-Komplex aus Kurkuma tun. Dass Kurkuma entzündungshemmend wirkt, hat sich in Studien bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, die mit chronischer Gelenkentzündung einhergeht, bestätigt. 4. Mit Pflanzenkost für eine basische Ernährung sorgen Auch wenn die Erforschung des Säure-Basen-Haushaltes noch in den Kinderschuhen steckt, zeigt sich, dass sich durch eine pflanzenbetonte Kost verschiedene Erkrankungen, darunter auch Rheuma und entzündliche Gelenkbeschwerden, positiv beeinflussen lassen. Wie das geht, steht im Ratgeber „Fasten und Ernährungskuren” (siehe unten). Darin unter anderem enthalten: Tipps für einen schnellen Ausgleich, etwa mit Mineralstoffmischungen. Gerade wenn schon ein Ungleichgewicht besteht, ist es entscheidend, dem Körper durch die Zufuhr von speziell abgestimmten Mineralien eine „Grundreinigung” zu ermöglichen. Dann erst kann basenreiche Ernährung so richtig erfolgreich wirken. 5. Bewegung und Sport bei ArthroseAuch für die Gesundheit der Gelenke gilt die Devise: Wer rastet, der rostet. Es ist grundverkehrt, aus Rücksicht auf angegriffene Scharniere den Sessel nicht mehr zu verlassen und Schonhaltungen einzunehmen. Angemessene, gleichmäßige Bewegung „schmiert” die Gelenke: Ihre Innenhaut wird zur Produktion von Gelenkflüssigkeit angeregt. Ruck- und stoßartige Bewegungen oder hohe Belastungen sind selbstredend kontraproduktiv.
Und auch die Muskulatur hat ein Wörtchen mitzureden. Je kräftiger sie ausgeprägt ist, desto stärker werden die Gelenke entlastet. Besonders gelenkschonend: Wassergymnastik. Kurse zu Aquafitness bieten Schwimm- und Thermalbäder an. Esch Mehr zum Thema finden Sie im Ratgeber „Fasten- und Ernährungskuren” (PDF-Download). |