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Prävention

Blasenerkrankungen vorbeugen

Mehr als die Hälfte aller Frauen hat schon eine akute Blasenentzündung durchlitten. Bei etlichen kehren die Beschwerden regelmäßig wieder, unabhängig von der Jahreszeit.

Unterkühlung und Keime vermeiden

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Blasenentzündung gibt es nur in der kalten Jahreszeit? Weit gefehlt! Schon ein Besuch im sommerlich warmen Schwimmbad oder eine Party unter freiem Himmel kann bei Empfindlichen zur Unterkühlung führen. Die Durchblutung der Schleimhäute wird gedrosselt, und die Bakterien haben ein leichtes Spiel.

Blasenentzündungen werden in den meisten Fällen durch Escherichia coli ausgelöst, ein Keim, der eigentlich als nützlicher Helfer den Darm besiedelt. Gerade bei Frauen können Keime schnell in die Blase gelangen, da die Harnröhre nur vier Zentimeter misst und zudem Blasen- und Darmausgang dicht beieinander liegen. Hygiene trägt also ebenso wie das Wechseln der nassen Badekleidung zur Blasengesundheit bei. Eine leichte Wolldecke schützt vorm Frösteln, wenn die Party bis in die Nachtstunden dauert.

Cranberry schützt gegen Blasenentzündung

Bereits die Indianer Nordamerikas nutzten die leuchtend roten Beeren der Cranberry (Cranberry = Kranichbeere) als Gesundheitsmittel. Was sie aber nicht wussten: Für den Schutzeffekt sind die darin enthaltenen Proanthocyanidine (PAC) verantwortlich. Sie verhindern, dass sich die Bakterien in der Blase festsetzen. Der Trick dabei: Sie verkleben die Fortsätze der Bakterien, mit der Folge, dass diese nicht an die Schleimhäute andocken können. Die Erreger werden beim Wasserlassen einfach ausgespült. Parallel bilden die Beereninhaltsstoffe einen schützenden Film auf der Schleimhaut der Harnwege. Studien bestätigen das Erfahrungswissen aus dem wilden Westen: Die Rückfallquote einer Blasenerkrankung lag durch die Einnahme der Cranberry etwa um die Hälfte niedriger!

Rückfallquote senken

Wenn Blasenentzündungen immer wiederkehren, sollte einmal an eine allgemeine Stärkung des Immunsystems gedacht werden. Das kann beispielsweise mittels Heilpflanzen wie der Echinaceawurzel geschehen oder indem die Darmgesundheit aktiv unterstützt wird. Lassen Sie sich über geeignete Möglichkeiten im Reformhaus beraten. So begünstigen probiotische Bakterien, wie etwa die Bifidobakterien, eine gesunde Beschaffenheit der Darmflora und stärken die körpereigenen

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Abwehrkräfte. Teilweise sind die positiven Bakterien auch mit der Cranberry in einem Präparat kombiniert.

Arzneikürbis hilft bei Blasenschwäche

Blasenschwäche ist ein etwas anders gelagertes Problem, das die Lebensqualität nicht minder beeinträchtigen kann. Auch hier ist das weibliche Geschlecht im Nachteil: Frauen leiden – bedingt durch die Geburt eines Kindes – doppelt so häufig und oft schon in jüngeren Jahren daran. Nützliche Mittel gegen die Schwäche in der Körpermitte sind Beckenbodengymnastik und die Inhaltsstoffe des Arzneikürbis (Cucurbita pepo).

Beide Methoden, regelmäßig angewendet beziehungsweise eingenommen, stärken die Blasenmuskulatur und verbessern die Harnhaltekraft. Der Blasenschließmuskel kann seine Aufgabe besser erfüllen, und auch die sogenannte Austreibemuskulatur macht ihre Arbeit kraftvoller. Die Restharnmenge reduziert sich, der Urin kann nahezu komplett ausgeschieden werden. Denn hier schließt sich der Kreis: Wird die Harnblase nicht vollständig entleert, bedeutet das für Krankheitserreger eine größere Chance sich auszubreiten.

Basen gegen das Brennen

Bei der heute üblichen Ernährung kommen basische Elemente häufig zu kurz. Eine vegetarische, gemüsereiche Kost kann dieser Entwicklung entgegenwirken. Und sie hat auch einen ganz spürbaren Effekt bei Blasenproblemen: Basische Vitalstoffe können das lästige Brennen beim Wasserlassen reduzieren. Daher gibt es Nahrungsergänzungen, die die Wirkstoffe der Cranberry mit basischen Vitalstoffen vereinen.

Basenüberschüssig wirken außerdem Kräutertees. Sie sorgen, über den Tag verteilt und reichlich konsumiert, für eine gute Durchspülung der Harnwege. Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol und Südfrüchte wirken dagegen reizend auf die Ausscheidungsorgane

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Info:

Was bringt eine Standardisierung von Inhaltsstoffen?
Die international anerkannte französische Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSSA) hat bestätigt, dass spezielle Pflanzenstoffe der Cranberry, die sogenannten Proanthocyanidine, eine gesunde Harnwegs- und Blasenfunktion unterstützen. „Wissenschaftlichen Humanstudien zufolge sind dazu täglich 36 Milligramm dieser Pflanzenstoffe erforderlich”, erklärt Dr. Cordula Stiepel vom Reformwarenhersteller Alsitan. Da der Gehalt an Vitalstoffen in Lebensmitteln aber natürlichen Schwankungen unterliegt, kann man sich als Verbraucher nicht sicher sein, ob man durch den Verzehr die nötige Menge zu sich nimmt. Wer gezielt etwas für seine Blasengesundheit tun und auf Nummer sicher gehen möchte, sollte daher auf Produkte zurückgreifen, die die wirksamen Stoffe in standardisierter, gleichbleibender Form beinhalten.

 

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