Zahnmedizin – PflegetippsZahnpflege für den richtigen BissFast jeder kennt sie. Im Laufe des Lebens haben die meisten Menschen irgendwann Zahnprobleme, die höllische Schmerzen verursachen können. Hier ist Vorbeugen angesagt und das funktioniert nur mit regelmäßiger Pflege. Insgesamt 32 Zähne hat das Gebiss eines Erwachsenen, das eines Kindes 20. Während der sogenannten Wechselgebissperiode zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr werden die Milchzähne nach und nach durch bleibende Zähne ersetzt. Im Ober- und Unterkiefer sind dann jeweils vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und zehn Backenzähne verankert.
Manche Menschen besitzen nur 28 Zähne, da sie von Natur aus keine Weisheitszähne haben. Wer sich einen Zahn anhand eines Modells mal genauer ansieht, wird feststellen, dass er aus einem sichtbaren und einem unsichtbaren Zahnteil besteht.
Der obere Teil, der aus dem Zahnfleisch herausragt, ist die Zahnkrone. Sie ist mit Zahnschmelz überzogen, der härtesten Substanz des menschlichen Körpers. Er reicht bis zum Zahnhals, besteht fast ausschließlich aus einer Mineralschicht und schützt den Zahn. Den Zahnhals kann man normalerweise kaum sehen, da er größtenteils vom Zahnfleisch umgeben ist. Als Zahnwurzel werden die unteren zwei Drittel des Zahns bezeichnet. Sie sorgt für die Verankerung im Kieferknochen. Bakterien beseitigen
Leider verursachen Zähne Schmerzen, wenn sie zum ersten Mal kommen, manchmal auch zwischendurch und meistens, wenn man sie wieder verliert. Bei Kindern erneuern sich die Zähne noch mit dem Körperwachstum. Das zweite Gebiss muss dann ein Leben lang so einiges aushalten: Süßes, Saures und vor allem Druck beim Kauen. Richtiges Zähneputzen ist da eine wichtige Maßnahme. Denn bereits nach wenigen Stunden „tummeln” sich Bakterien auf der Oberfläche selbst zuvor geputzter (!) Zähne. Sie ernähren sich von Zucker, bauen diesen zu organischen Säuren ab, die dann den Zahnschmelz angreifen. Ist der Zahn erstmal geschädigt, lösen Bakterien durch die zerstörten Schutzschichten hindurch Entzündungen und Infektionen aus. Darüber hinaus können kranke Zähne wiederum das Entzündungsgeschehen im restlichen Körper fördern und zum Beispiel Rheuma oder Gelenkbeschwerden hervorrufen. Es gibt also nur ein Ziel: Der bakterielle Zahnbelag, auch Plaque genannt, muss weg! Um solchen Ablagerungen vorzubeugen, ist auch die Wahl der Zahnpasta entscheidend. Sie befreit die Zähne von Plaque, beseitigt Mundgeruch und festigt das Zahnfleisch. Zahncremes aus dem Reformhaus® enthalten natürliche Putzkörper, zum Beispiel- Kieselgel, z. B. Zahn Creme sensitiv von Logona
- Solepartikel, z. B. Layadont-Zahnpaste von Arya Laya
- Kreide, z. B. die Aloe-vera-Zahnpasta von Urtekram
Sie sind mild und beeinflussen nicht die natürliche Mundflora. Schutz vor Parodontose bietet Zahncreme mit Propolis, beispielsweise die Zahncreme mit Propolis von Bakanasan. Für Zahnputzanfänger eignet sich ein spezielles Kinder-Zahngel, z. B. Kinder-Zahngel Erdbeer-Himbeer von Lavera.
Zähneputzen – so geht’s!Für Kinder und Erwachsene gilt gleichermaßen: Zähne mindestens zweimal pro Tag jeweils drei Minuten putzen! Es sollten alle Zahnflächen und -zwischenräume gereinigt werden. Zuerst die Kauflächen mit kreisenden Bewegungen, um möglichst alle Vertiefungen und Furchen zu erreichen. Dann die äußeren und inneren Zahnseiten reinigen. Hierbei ist wichtig, dass die Zahnbürste in einem Winkel von 45 Grad auf die Zahnoberfläche gesetzt wird. Dann sollte von rot nach weiß geputzt werden, d. h. vom Zahnfleisch in Richtung Zähne. Auf keinen Fall einfach drauflos schrubben. Das reinigt die Zähne nicht ausreichend und reizt obendrein das Zahnfleisch. Wichtig: In regelmäßigen Abständen, etwa alle sechs Wochen, die Zahnbürste austauschen. Nach einer Erkältung gehört die Zahnbürste unbedingt in den Mülleimer, da sich darauf eine erhebliche Anzahl an Bakterien und Viren befindet. Wissenschaftler raten übrigens, nach dem Verzehr von Obst oder anderen säurehaltigen Lebensmitteln die Zähne nicht direkt, sondern erst nach mindestens 30 Minuten zu putzen. Der Grund: Die Fruchtsäuren greifen den Zahnschmelz an. Zähne benötigen etwa eine halbe Stunde, um wieder genügend Mineralien aus dem Speichel aufzunehmen und in den Zahnschmelz einzulagern. Putzen führt in dieser Zeit nur zu einem Substanzverlust. Extra-Frische
Nach dem Putzen sorgt ein Mundwasser für frischen Atem. Mundwasser mit Propolis, beispielsweise Mundwasser mit Propolis von Bakanasan, desinfiziert und kann Zahnfleischentzündungen vorbeugen. Bei Zahnfleischproblemen eignen sich spezielle Mundgele, wie das Silicea Zahnfleisch-Gel von Hübner. Sie stärken das Gewebe und unterstützen den Heilungsprozess. Neben der richtigen Pflege ist die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt (zweimal jährlich) ein Muss. Außerdem empfiehlt sich als Ergänzung zur häuslichen Zahnhygiene eine Zahn-Prophylaxe in der Praxis. Allerdings werden diese Kosten (ab 40 Euro) von den Krankenkassen nicht erstattet. Eine ausgebildete Dentalhygienikerin reinigt das Gebiss fachgerecht, weist auf Putzlücken hin und zeigt die richtige Anwendung zusätzlicher Hilfsmittel für die Zahnzwischenräume wie Zahnseide, Zahnhölzer oder Interdentalbürsten.
Diese haben mehrere Effekte, sie reinigen, massieren und bringen Sauerstoff in die Zahnfleischtaschen”, erklärt Dentalhygienikerin Iris Böcher. Mit ein bisschen Übung gelingt dann auch daheim deren Anwendung. Profi-TippBesser vor dem Zähneputzen Zahnseide verwenden! Sie bringt versteckte Essensreste zum Vorschein. Und diese bleiben sonst auch nach dem Reinigen wieder an den Zähnen kleben. Knirschen verboten
Zu Beginn merken es die Betroffenen kaum. Doch je länger und massiver nachts geknirscht wird, desto mehr Beschwerden kommen zum Vorschein. Zähneknirschen ist meistens eine Folge von Stress. Der Körper „beißt sich förmlich durch ein Problem” und so mancher verarbeitet das Tagesgeschehen auf diese Weise. Doch Knirschen kann nicht nur schuld an Zahnschmerzen sein, sondern Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel und Ohrensausen auslösen. Grund: Anspannung und Entspannung der Kaumuskulatur sind aus der Balance geraten. Aber auch zahnärztliche Behandlungen, neue Füllungen, Zahnfehlstellungen oder sogar Wirbelsäulenprobleme können den Kiefer verkrampfen und die Zähne knirschen lassen. Zähneknirschen beziehungsweise „das Aufeinanderpressen der Zähne ohne funktionalen Zweck” lautet im Fachjargon Bruxismus. Durch den kontinuierlichen Abrieb wird der Zahnschmelz stark geschädigt. Die klassische Behandlung ist eine vom Zahnarzt maßgeschneiderte Okklusionsschiene (Aufbissschiene) aus Kunststoff. Sie lässt den Kiefer nicht mehr so fest schließen und dieser verkrampft dadurch weniger. Die Ursachen sind damit aber noch lange nicht bekämpft. Deshalb empfiehlt sich das Erlernen von Entspannungstechniken (z. B. Autogenes Training). Christine Winkler Lesetipp: „Sanfte Entspannung bei Zähneknirschen”, von Petra Schwarz, Joy Verlag, 12,95 Euro. |