Gesundheits-TippsWas hilft bei Leberbeschwerden?Die Leber gilt als Kläranlage des Körpers. Mit einer Heilpflanzenkur und Leberwickeln können Sie die wertvolle Arbeit des größten inneren Organs wirksam unterstützen und Schädigungen entgegenwirken. Die Leber bildet das Stoffwechselzentrum des Organismus. Sie ist eine Drüse, die Gallenflüssigkeit ausscheidet und darüber hinaus das Speicherorgan für fettlösliche Vitamine. Zu ihren Hauptaufgaben im Stoffwechselgeschehen gehört es, verschiedene körpereigene und körperfremde (z. B. Medikamente, Gifte) Stoffe so umzuwandeln, dass sie über den Darm, die Nieren, die Lunge und die Haut ausgeschieden werden können. Experten sprechen hier von Biotransformation.
Dafür bekommt die Leber die Substanzen über das Blut aus Magen, Darm, Milz und Bauchspeicheldrüse zugeführt. Zwischen den Leberzellen und den Blutgefäßen besteht eine enorm große Kontaktfläche, die einen regen Stoffaustausch ermöglicht. 
Entgiften und ausscheidenWir muten der Leber einiges zu, vor allem an Festtagen wie Weihnachten, wenn wir fettreiches Essen zu uns nehmen und dazu den ein oder anderen Schluck Wein mehr als sonst üblich trinken. Stress für die Leber gibt es aber auch, wenn man seine guten Vorsätze fürs neue Jahr wie etwa Gewichtsreduzierung radikal in Angriff nimmt. Setzt man den Körper auf (nahezu) Nulldiät oder fastet man, werden in einem kurzen Zeitraum größere Fettdepots mobilisiert. Fettlösliche Gifte, die dort deponiert waren, strömen geballt zum Entgiften zur Leber. Der Stoffwechsel hat jetzt viel damit zu tun, die Abbauprodukte auszuscheiden. Außerdem entstehen durch den Hungerzustand freie Radikale, aggressive Teilchen, die die Leber schädigen können. Deshalb ist es in dieser Zeit besonders wichtig, die Leber zu unterstützen. Unterstützung aus der NaturheilkundeUnabgängig von aktuellen Belastungen ist das Schlüsselorgan für eine kurmäßige Entlastung aufgeschlossen, ganz nach dem Prinzip „Vorbeugen ist besser als heilen”. Diese kann unter anderem aus einer Heilpflanzentherapie bestehen. Die beiden Klassiker für die Leber heißen Mariendistel und Artischocke. Ihr Schutzeffekt beruht auf der antioxidativen Wirkung.
Beide Pflanzen besitzen ein breites Spektrum an Substanzen mit Radikalfänger-Eigenschaften. Bei der Mariendistel wird die Wirkung dem Inhaltsstoffgemisch Silymarin aus den Früchten zugeschrieben. Und dieser Wirkstoff hat sogar noch zwei weitere Asse zum Schutz der Leber im Ärmel: Er kann die Struktur der Leberzelle so verändern, dass Gifte nicht ins Innere eindringen können. Er regt zur Regeneration und Neubildung von Leberzellen an. So wird Silymarin hoch dosiert etwa zum Leberschutz nach der versehentlichen Einnahme des für die Leber hochgiftigen grünen Knollblätterpilzes verwendet. 
Als zusätzliches Wirkstoff-Plus gelten bei der Artischocke die Bitterstoffe. Sie regen die Produktion von Gallensäure an und führen somit zu einer besseren Fettverdauung. Außerdem weist der Artischocken-Extrakt noch einen günstigen Zusatzeffekt auf: Durch die Einnahme wird der Gesamtcholesterinwert gesenkt. Leberwickel als bewährtes HausmittelViele halten die Anwendung von Leberwickeln während einer Fastenkur für altmodisch und überflüssig. Doch das Gegenteil ist der Fall, sie sind aktueller denn je. Eine Forschergruppe konnte die Effektivität dieser Maßnahme bestätigen. Sie zeigte in einer Untersuchung, dass ein Leberwickel eine messbare Verbesserung der Organfunktion bewirkt. Dabei wurde getestet, wie lange es dauert, bis ein bestimmter grüner Farbstoff ausgeschieden wird. In der Gruppe, die einen Leberwickel bekam, geschah dies rascher als in der Vergleichsgruppe ohne Leberwickel. Als Grund für die beschleunigte Ausscheidung vermutet man eine durch die Wärme bedingte Entspannung mit Dämpfung der Eingeweidenerven. Dadurch erhöht sich das Blutvolumen der Leber deutlich, was zu einer rascheren Entgiftung führt.
So geht’s: Legen Sie eine feucht-heiße Auflage nach dem Mittagessen direkt auf den rechten Oberbauch. Zwischen Tuch und Haut sollte keine Luft eingeschlossen sein. Ein trockenes Tuch deckt die Auflage ab, eine Wärmflasche verlängert die Wirkung. Der Leberwickel sollte eine knappe Stunde wirken. Dabei im Bett oder auf der Couch ruhen.
Bei Abgeschlagenheit an die Leber denken„Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit!” Das Organ mache in der frühen Krankheitsphase weniger auf sich aufmerksam, erklärt Professor Dr. Peter R. Galle, ärztlicher Direktor des Klinikums der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Das sei das Hauptproblem bei der Erkennung von Lebererkrankungen. Die ärztliche Untersuchung ist oft unauffällig und viele Patienten klagen lediglich über Abgeschlagenheit. Ein Symptom, das von Patienten und Ärzten häufig fehlgedeutet wird. So werden nur etwa 15 Prozent der Lebererkrankungen erkannt, so Galle, lediglich drei bis fünf Prozent behandelt. Hauptursachen für eine Lebererkrankung sind Alkohol und Übergewicht, Virusinfektionen der Leber (Hepatitis B und C) und körpereigene Antikörperreaktionen (Autoimmunerkrankungen). Weitere Infos unter www.deutsche-leberstiftung.de |