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Hecken als Sichtschutz

Ganz privat im Grünen

Im Garten entspannen und sich dabei frei und ungestört fühlen. Das ist für jeden Gartenbesitzer ein Traum. Zum Glück gibt es jede Menge grüner Alternativen zu Lamellenzaun und Co. Auch auf dem Balkon kann geschickte Begrünung eine lauschige  Atmosphäre schaffen.

altHecken sind Sichtschutz, Lärmschutz und Staubfilter zugleich.

Sie bremsen den Wind, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sorgen so auch noch für ein ausgeglichenes Mikroklima. In kleinen Gärten können Schnitthecken aus einheimischem Feldahorn oder immergrünem Ilex, aber auch aus Rot- und Hainbuche mit ihrem abwechslungsreichen Erscheinungsbild im Verlauf der Jahreszeiten die Sinne erfreuen.

Schnitthecken bieten außerdem einen perfekten Hintergrund für schöne Staudenbeete. Es gibt viele Möglichkeiten, die Hecken in Form zu bringen. Sie nehmen selbst größere Eingriffe nicht übel und bilden schnell wieder neue Triebe.

Diese heimischen Gehölze bieten darüber hinaus Lebensraum für Tiere wie Vögel, Kleinsäuger, Insekten und Reptilien. Auf großen Grundstücken können Sie eine frei wachsende Themenhecke aus einheimischen Wildsträuchern anpflanzen, z. B.:

  • Früchtehecke aus Holunder
  • Haselstrauch
  • Schlehdorn
  • Sanddorn
  • Hundsrose
  • Vogelbeere
  • Goldjohannisbeere
  • Felsenbirne
  • Cornelkirsche
  • Apfelbeere

Besonders wohlriechende Kandidaten für eine Dufthecke sind

  • Flieder
  • Pfeifenstrauch
  • Goldjohannisbeere
  • Duftschnee-Ball Holunder
  • Wildrosen

Oder wie wäre es mit einer Blütenhecke, bei der die Blütenfarben aufeinander abgestimmt sind? Vor allem weiß blühende Hecken wirken sehr edel, beruhigend und harmonisch. Wählen Sie für eine weiße Hecke z. B.:

  • Winterschneeball
  • Felsenbirne
  • Schlehdorn
  • Eingriffeligen Weißdorn
  • Gemeinen Schneeball
  • Deuzie
  • Pfeifenstrauch
  • Liguster
  • Spierstrauch
  • Fünffingerstrauch

altMediterranes Flair

Auf Balkonen und Dachgärten sind Kübelpflanzen eine schöne Möglichkeit, sich das Grün ins erweiterte Wohnzimmer zu holen. Landschaften mit Kübelpflanzen wirken malerisch und schaffen eine gelassene, behagliche Atmosphäre. Fast alle Pflanzen können in Blumentöpfen kultiviert werden.

Wärmeliebende Gehölze wie Oleander, Olivenbaum und Fuchsien aus dem Winterquartier hervorgeholt, bilden zusammengestellt einen wirkungsvollen Schutz gegen fremde Blicke. Die richtige Auswahl von Pflanzen lockt zudem Insekten und Vögel an. Eine große mit Wasser gefüllte Schale als Vogeltränke oder als Pokal, in dem hübsche Blüten ohne Stiel schwimmen können, rundet die kleine Wohlfühl-Oase in luftiger Höhe ab.

Grüne Rankgewächse und Blumenampeln

Überall dort, wo keine Blumenbeete vorhanden sind, wie auf großen Terrassen, auf Balkonen und Dachgärten, bieten Pflanzkästen mit Rollen und integrierten Rankgittern einen zuverlässigen Sichtschutz. Kletterpflanzen, die das Spalier begrünen, und eine schöne Unterpflanzung mit niedrigen Blühern können sich zu schönen Gesamtlösungen ergänzen.

Die flexibelsten aller Sichtschutzspender aber sind Blumenampeln mit blühenden Sommerblumen. Sie lassen sich genau dorthin hängen, wo Einblicke von außen versperrt werden sollen.

Balkon mit südlichem Flair:

  • Eine Pergola aus Holz oder Metall beschattet lauschige Sitzplätze und dient als Rankgerüst für Clematis und Weinreben.
  • Olivenbäumchen, Kletterrosen und echte Weinreben verbreiten ein südliches Flair. Die Weinreben spenden Schatten, die Trauben können im Frühherbst geerntet werden.
  • Sichtschutzmatten aus Heidekraut schotten Sitzplätze von hinten ab und können mit Kletterpflanzen begrünt werden.
  • Ein Topfkräutergarten liefert jederzeit frische Zutaten für die Küche.
  • Bambus im Kübel hält Wind und fremde Blicke ab und bleibt auch im Winter schön grün.
  • Ein textiler Sichtschutz aus einem Holzrahmen mit Markisenstoff verschönert die Sommerfreuden auf Balkonia.

Weidenzäune selbst gemacht

Sie sind originell und verleihen jedem Grundstück ein einmaliges Flair. Bedenken Sie allerdings, dass sie ein gewisses Maß an Pflege brauchen. Der Platzbedarf ist mit dem einer Schnitthecke vergleichbar. Weidenruten bekommen Sie im Frühjahr von Gemeinden oder Naturschutzverbänden, die ihre Kopfweiden regelmäßig schneiden. Verwenden Sie bevorzugt armdicke Äste mit einer Länge von zwei Metern, die in einem Abstand von etwa 15 cm etwa 50 cm tief eingegraben werden.

Die Äste entwickeln dann schnell Wurzeln und treiben aus dem Stammstück an vielen Stellen aus. Im ersten Jahr können Sie zuschauen, wie Ihre Weidenruten anwachsen. Im darauf folgenden Jahr lassen sich die Ruten miteinander verflechten, und zwar am besten dann, wenn die Weiden noch kein Laub tragen. Ein Rautenmuster hat sich besonders bewährt. Bei Bedarf später die Seitentriebe in das sich langsam herausbildende Geflecht einflechten. Auf diese Weise wird der Weidenzaun im Laufe der Zeit immer dichter. Schon nach wenigen Jahren sind Sie so ganz natürlich eingezäunt.

Irmela Erckenbrecht

Lesetipp: „Sichtschutz im lebendigen Garten. Kreative Lösungen für Gartengrenzen, Sitzplätze und Terrassen”, Irmela Erckenbrecht und Rainer Lutter, 180 Seiten, 14 Euro, pala-verlag

 

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